Wo ist der genaue Unterschied zwischen Dim out Plissee und Verdunkelungsplissee?

Der Unterschied zwischen einem Dim Out Plissee und einem Plissee zur Verdunkelung liegt in der Lichtdurchlässigkeit, auch „Transmission“ genannt. Dim Out Plissees stellen eine „graduelle“ Dunkelheit im Raum her. Bei Dim Out Plissees dringt nur wenig Licht durch den Stoff, so wenig, dass gerade einmal grobe Konturen im Innenraum zu erkennen sind. Für Schlafzimmer mit eher schwacher Sonneneinstrahlung eignen sich meist am besten Dim Out Plissees. Viele Menschen sind nicht so empfindlich gegen Helligkeit, dass ihr Schlaf bei geringfügigem Restlicht gestört würde. Aber auch Wohnzimmer, Gästezimmer oder gar Arbeitszimmer können vom Dim Out Effekt profitieren, da sich hierdurch die Lichtverhältnisse auf einem angenehm niedrigen Niveau bewegen, was für Ruhezeiten so wichtig ist. Verbleibendes Restlicht ist hilfreich, um beim Aufstehen gleich die Orientierung im Raum zu haben. Daher stören letztlich auch die kleinen Einfallstore für Lichtstrahlen nicht mehr. Seitliche Lichtspalten sollten jedoch nicht zu groß sein und die Schnurlöcher im Stoff, die den Führungsfäden als Verankerung dienen, müssen ebenfalls nicht stören. Das sieht bei einem Verdunkelungsplissee natürlich schon ganz anders aus.

Ein Verdunkelungsplissee, oft auch Black Out Plissee genannt, darf sich keine „Schwachstellen“ leisten, was den unbeabsichtigten Einfall von Licht betrifft. Hier gilt es, jede Lichtquelle zu unterbinden, die den Gesamteindruck absoluter Dunkelheit stören würde. Nicht wenige sind auf eine komplette Verdunkelung angewiesen, sei es aus Empfindlichkeit, aus funktionalen Gründen (Hobby), sei es, weil die Fenster des Schlafzimmers in Richtung Süden liegen. Auch Dachgeschosse profitieren von einem Black Out Plissee, zumal dieser Wohnraum bevorzugt und gerne als Schlaf- oder Hobbyraum genutzt wird. Lange Aufenthaltszeiten und die räumliche Entfernung zu Küche und Wohnzimmer legen dies nahe. Abgesehen von der Struktur der verwendeten Stoffe, ist ein Verdunklungsplissee oftmals auch mit einer sehr hellen bis glänzenden Rückseite ausgestattet. Die hohen Reflexionswerte werden meistens zum Sonnen- und Wärmeschutz eingesetzt, mindern aber gleichzeitig auch die Transmissionswerte des jeweiligen Plissees.

Der verdunkelnde Stoff ist bei einem Black Out Plissee fast obligatorisch. Leichte Lichthöfe sind meist auf der Innenseite noch erkennbar, aber der Innenraum selber ist soweit abgedunkelt, dass man sich ohne Vortasten nicht mehr durch den Raum bewegen kann. Das reicht zwar nicht ganz bis zur Unsichtbarkeit der berühmten „Hand vor Augen“, ist aber mehr als ausreichend, selbst für lichtempfindliche Schläfer. Die eigentliche Kunst besteht allerdings nicht in der Verdunkelung durch den Stoff, sondern darin, ihn an genau die richtige Stelle zu bringen. Ein Vorhang ist immerhin ein flexibler Gegenstand – das muss er auch sein, um seine Funktionen richtig ausüben zu können. Die Notwendigkeit für diesen „Spielraum“ der Bewegung eröffnet jedoch Lücken, die den Einfall von Licht ermöglichen. Eine passgenaue Integration des Stoffs am Fenster ist bei einem Plissee zur Verdunkelung daher wichtiger, als seine Stoffeigenschaften. So verdunkelt ein gut integriertes Dim Out Plissee zum Beispiel deutlich besser als ein schlecht integriertes Verdunkelungsplissee. Je nach Montageart muss der Stoff nach Maß möglichst direkt vor die Scheibe gebracht werden, wie etwa beim Verspannen in der Glasleiste, oder aber einen gewissen Überstand mitbringen, wie bei bestimmten Klemmhaltern oder dem Abdecken ganzer Nischen. Die beiden letztgenannten Arten der Montage empfehlen sich, wenn auf einfache und günstige Art eine sehr gute Verdunkelung erreicht werden soll. Hierfür – also für einen Stoffüberstand - können auch Standardgrößen gut genutzt werden. In der Glasleiste integrierte Modelle werden hingegen besser nach Maß gestaltet. Und schlussendlich: die Schnurlöcher für die Führungsfäden. Diese fallen bei einem Plissee zur Verdunkelung zwar meist schmaler aus, lassen sich aber nicht gänzlich vermeiden, sodass sich hier im ungünstigsten Fall stets kleine leuchtende Punkte zeigen.

Wer auch dezente Lichthöfe und den punktuellen Einfall von Licht durch Löcher im Stoff verhindern möchte, der sollt sich nach einem Wabenplissee umsehen. Das Wabenplissee besitzt durch seinen zweilagigen Aufbau hervorragende Eigenschaften zur Verdunkelung. Es besteht aus zwei Lagen Stoff, die über innere Stege fest miteinander verbunden sind. Diese Stege halten die Stoffe auf Abstand zueinander und lassen wabenförmige Kammern entstehen. Von außen ist allerdings nichts davon erkennen, sodass der Eindruck eines ganz normalen Faltenstores entsteht. Die Wabenkammern enthalten Luft und isolieren damit thermisch den Innenraum vom Außenraum. Ein effektiver Schutz gegen Hitze oder gar Kälte entsteht. In Hinsicht auf die Verdunkelung ist von großer Bedeutung, dass die Führungsfäden im Innern der zwei Lagen Stoff verlaufen und daher keine Löcher nach außen, nur auf den Verbindungsstegen, benötigen. Auf diese Weise sorgt ein Wabenplissee für absolute Dunkelheit, zumal wenn es auch und gerade an seinen Rändern ideal integriert ist. Die optimale Verdunkelung sowie die thermischen Eigenschaften lassen das Wabenplissee zur perfekten Lösung fürs Schlafzimmer werden: Dunkelheit und angenehmes Klima in einem.

Für welche der Varianten, Dim Out, Black Out oder Wabenplissee, Sie sich entscheiden, um in Ihren Räumen die richtigen Lichtverhältnisse zu schaffen, hängt von vielen Faktoren ab. Abgesehen vom persönlichen Anspruch sollte unbedingt ein großes Augenmerk auf die örtliche Ausgangssituation gelegt werden. Bei Dachfenstern ist dies noch offensichtlicher, aber auch bei herkömmlichen Fenstern ist die Art der Anbringung mindestens genauso entscheidend wie die Wahl des Stoffes und sein Aufbau.